Freitag, 7. Dezember 2012

20.

Let it snow, let it snow, let it snow
Man kann Stunden lang gehen, einfach grade aus und doch ist man nur in seinen Gedanken unterwegs. Ich lief quer durch das zugeschneite Feld. Alles war weiß, man erkannte nicht die schmalen Wege, alles war eine gleichmäßige weiße Fläche. Noch nicht mal Fußspuren waren zu erkennen, ich glaub ich war um die Zeit, die Erste die ihre Spuren hinterließ und somit einen kleinen Teil der gleichmäßig verschneiten Fläche zerstörte. Dicke Schneeflocken flogen mir ins Gesicht, Schnee knirschte unter meinen Schuhen bei jeden Schritt. Ich erinnerte mich an alte Zeiten, an Früher als ich klein war. Wie sehr ich mich doch immer gefreut habe wenn der erste Schnee vom Himmel fiel und liegen geblieben ist. Wie ich dann immer draußen war und im Schnee gespielt habe, manchmal sogar einen Schneemann gebaut habe. Und als mit jedem Tag die Vorfreue auf Weihnachten, weiße Weihnachten stieg. Doch wenn ich an die Zeit jetzt denke, ist alles im laufe der Jahre anders geworden. Jetzt ist es mir egal ob es Schneit oder ob es nur regnet oder das wetter doch trocken ist. Ich freue mich auch nicht auf dem 24. Im laufe der Jahre habe ich gemerkt das doch eh alles nur vorgespielt ist, dieses Frohe zusammen Leben, all die Liebe, der Zusammenhalt. Alles einfach vorgespielt. "Der Geist der Weihnacht hat mich verlassen."
In Zwischenzeit befand ich mich mitten auf dem Feld. Ich guckte hinter mich, um zu gucken wie weit ich schon gegangen bin und sag mich um ob ich immer noch alleine. Keiner da, ich war Mutterseelenallein. Mit der Zeit wurde es dunkel und ich beschloss wieder Nachhause zu gehen. Wiedermal fing es an stärker zu schneien und die dicken Flocken flogen gegen mein Gesicht.



2 Kommentare:

  1. Mir gefällt die Art, wie du schreibst. Und worüber du schreibst.

    "Man kann stundenlang gehen, einfach geradeaus, und doch ist man nur in seinen Gedanken unterwegs."
    - Ja, und wie! Wundervoller Satz, guter Text, schönes Bild.

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